Montag, 23. August 2010
Lampenschirmlover
Meine Nachtfalterblicke suchen nach
Bahnhofslaternen, schwirren durch
verknotete Menschen bis sie
auf deinen Lippen landen.

Wo Worte zu viel sind sprechen
Hände verkeilen sich Finger
setzen Münder Schleier
auf meine Gläser.

Als die Lichter ausgehen
wisch ich dich von der Linse
schmeiß mein Lämpchen in
unseren Fluss und vergesse
zu flügeln.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 4. Juli 2008
Sommerelend
Die Wolkendecke kotzt fiebriges Licht
welches sich seinerseits in Baumbegrünungen übergibt
deren Halbwärtszeit blattläusig scheint,
und gekonnt hindurch bricht.

Eine bärtige Dame
fett, flügelich, fanatisch
begattet vom Met einer fleischigen Pflanze
verwirrt
einen Blumenmacho - oben ohne.

Wie Knoblauch in einem Döner
stinkt die Welt nur süßer
bei fünfunddreißig grenzwärtig
sollte Schluss sein,
sagt wer ? ,

aber das Eis will auch wieder
flüssig sein,
wie der dümmliche Saufkopf,
ein saufender Dummkopf an der Ecke,
die Polschalen als Bettelkappe
auf Pump gekauft.

Wo sich im Frühjahr noch Krokusse prostituierten
patrouillieren bald schon
haltlosen Zuhälter
um zu glätten, was zu glätten ist,
- der Garten muss grün werden.

Im Sommer wird die Welt so menschlich.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 29. Oktober 2007
Blockgedanken
Da frierst du!
Stürzend durchs mattgraue Schwarz
Und dann plötzlich heller, nur kurz.
Du schaust zurück.

Hinter dir du selbst,
Doch rascher, um aufzuholen
Bis das Licht dich im Ganzen okkupiert.
Und wieder nur du.

Zählend, denkend.
Sieben, neun, elf Seelen in der Höhe.
Die vielen Geschichten hinter ihnen.
Wer will sich langweilen?

Wenigen begegnend.
Und sind es immer wieder die selben
Dann fällt es auch nicht minder auf.
Es ist ja gleich.

Da spürst du es!
Ein Gefühlsausbruch deiner Tasche.
Wo hin des Weges, Wandersmann?
Ach,ist‘s wohl schon sieben?

... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 22. September 2007
Kellerwelten.
Von oben werfen dicke Wänste Schatten
Im greisen Licht entfernter Sonnenstrahlen.
Und mit den abgeschlafften Mäulern mahlen
die faulen Zähne ohne zu ermatten.

Im Keller malträtieren sich die Ratten
Wo magre Kater mit dem Dasein prahlen
Vor Streunerkatzen die sie gut bezahlen
Um zügellos im Rausch was zu begatten.

Zum Hohen fliegen nur die kecken Spatzen
Wo Geieraugen lange kreise ziehen
Die schon auf ihren tiefen Absturz lauern.

Wenn spät am Abend all die fetten Fratzen
In ihre warmen Wolkenschlösser fliehen
Ist kaum mehr Zeit die Welt noch zu bedauern.

... link (2 Kommentare)   ... comment


Samstag, 15. September 2007
Fruchtsonett
Ich rieche sanfte Erdbeerduftergüsse
kann Pfirsichhaut mit meinen Fingern schmecken
und mir den Mund mit Traubensaft bedecken
wenn zuckersüß ich deine Lippen küsse.

Allein muss ich den Grapefruit Mund verstecken
und treibe ziellos durch Zitronenflüsse.
Ich denk dann an die fruchtigen Genüsse
um Kürbiscreme als Himbeereis zu schlecken.

Berauscht durch diese sonnigen Gedanken
will ich in deinen Obstplantagen liegen
um süßen Blütennektar aufzutanken.

Dann könnt ich mit den Schmetterlingen fliegen
und unbemerkt zu dir herüberschwanken
um mich an deine weiche Brust zu schmiegen.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 14. September 2007
gesucht.
Hier möchte ich sogleich mit einem meiner Gedichte anfangen. Es entstand vor ein paar Wochen...


Gesucht.
Okulierte Augenmeere
Dingverfälschter Flüsterton
Sterne auf der Hemisphäre
Sind dem Efeu nicht entflohn.

Abgrutschte Honigküsse
Suchen süße Einsamkeit.
Tangentiale Glücksergüsse
Nur zur angebrachten Zeit.

Stummgehofte Räumlichkeiten
Lassen Blicke kollidieren,
Die in Erdbeersirupzeiten
sich mit bunten Federn ziern.

... link (0 Kommentare)   ... comment