Samstag, 15. September 2007
Freiheit
glasaugebill, 02:39h
Frischer Wind hauchte an seinem Gesicht vorbei, ließ seine splissigen Haare aufwehen und erfüllte sein Gemüt mit einem Gefühl bisher unbekannter Freiheit. Dann blieb er plötzlich stehen. Seine Blicke schweiften durch die wohlduftende Landschaft. Sie glitten erst über das Gras, das an seinen Beinen kitzelte und von Morgentau bedeckt einen kühlen Kontrast zur erwachenden Sonne stellte. Sie schwebten weiter über die fernen Hügel, die mit dem sanften Rot blühender Mohnfelder benetzt schienen, dann hinüber zum kleinen Wäldchen, das märchenhaft in Einklang mit den umliegenden Wiesen wie eine Festung der Geborgenheit aufragte, zuletzt hinauf in den Himmel, wo die blassen Wölkchen phantasievolle Figuren auf das orangene Blau des Morgenhimmels zeichneten.
Noch bevor er es merkte, lag er schon im erfrischenden Grün und seine Lungen atmeten die berauschende Röte. Er hatten ihn so lang gesucht, den Ort, an dem er frei sein konnte. Erst hier hat er ihn gefunden. In diesen Moment konnte er erstmals seit seiner Geburt das Leben fühlen. Er fragte sich, womit er so viel Zeit vergeuden konnte. Die Stadt, mit den muffigen Gassen, den übel riechenden Straßen und den stinkenden Fabrikhallen, den unfreundlichen Geschäftsmännern, seiner versifften Wohnung im fünften Stock eines Plattenbaus, der Hektik, dem Lärm und vor allem mit der unvorstellbare Einsamkeit bildete sich kurz vor seinem geistigen Auge ab. Ein solcher Schauer durchlief seinen Körper von den Zehen bis zum Nacken, dass er diese Alptraumbilder sofort wieder fallen ließ.
Er griff in seine Tasche und fingerte sich eine Zigarette in den Mund. Hier kann ich frei sein, dachte er, während er einen tiefen Zug nahm. Frei von allen Zwängen.
Noch bevor er es merkte, lag er schon im erfrischenden Grün und seine Lungen atmeten die berauschende Röte. Er hatten ihn so lang gesucht, den Ort, an dem er frei sein konnte. Erst hier hat er ihn gefunden. In diesen Moment konnte er erstmals seit seiner Geburt das Leben fühlen. Er fragte sich, womit er so viel Zeit vergeuden konnte. Die Stadt, mit den muffigen Gassen, den übel riechenden Straßen und den stinkenden Fabrikhallen, den unfreundlichen Geschäftsmännern, seiner versifften Wohnung im fünften Stock eines Plattenbaus, der Hektik, dem Lärm und vor allem mit der unvorstellbare Einsamkeit bildete sich kurz vor seinem geistigen Auge ab. Ein solcher Schauer durchlief seinen Körper von den Zehen bis zum Nacken, dass er diese Alptraumbilder sofort wieder fallen ließ.
Er griff in seine Tasche und fingerte sich eine Zigarette in den Mund. Hier kann ich frei sein, dachte er, während er einen tiefen Zug nahm. Frei von allen Zwängen.
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